
Wie man in der Überschrift schon lesen kann, ist Israel kein Traum oder Ziel mehr sondern die einfache Realität. Am Dienstag bin ich nach einer ziemlich aufregenden Reise angekommen, um erst einmal festzustellen, dass mir das falsche Visum ausgestellt und meine Kreditkarte gesperrt wurde. Da war meine vergleichsweise entspannte Anreise dahin und meine Nerven lagen blank. Trotzdem wurden alle Probleme vorerst gelöst und meine tatsächliche Reise konnte beginnen, bis ich schon am nächsten Tag mit Ungereimtheiten bezüglich meines sehr billigen Telefonvertrages konfrontiert wurde. Lange Rede kurzer Sinn: ich habe die letzten zwei Tage insgesamt ca. 3 Stunden mit Mitarbeitern meines Netzwerkes telefoniert um mich Ende auf einmal sehr erwachsen zu fühlen. Zum Schluss war dann auch alles geklärt und ich nutze nun einen Tarif, mit dem ich in Israel kostenfrei telefonieren kann, 100 MegaBite mobile Daten zur Verfügung habe und sogar vier Stunden monatlich ins deutsche Festnetz telefonieren kann und das alles für schlappe 35 Schekel (umgerechnet ca. 8€).
Mit diesem gewonnen Internet und einer großen handvoll Zuversicht haben wir auch schon ein bisschen Jerusalem erkundet. Erstmal jedoch in ganz kleinen Etappen, denn Temperaturen über 35 ° Celsius laden nicht gerade zum Flanieren ein. Trotzdem konnten wir schon einen ersten Eindruck von der Stadt gewinnen. So konnte ich schon Granatapfel- und Feigenbäume mitten in der Stadt sehen, das erste Mal einen Muezzin zum Gebet rufen hören und einen kleinen Einblick in den jüdischen Alltag gewinnen.
Jeder Schritt hält hier Unbekanntes für mich bereit, wie zum Beispiel als ich mich verlaufen und erst dadurch einen Park mit wunderschöner Aussicht entdeckt habe. Aber das ist genau, was ich mir gewünscht habe: Unbekanntes und Neues zu entdecken und ich bin jetzt schon dankbar für alle neuen Erfahrungen.